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25 | 05 | 2017
Tagebuch Norwegen 20.09.2013 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Theresia und Mia   
Donnerstag, den 26. September 2013 um 17:51 Uhr

Fredag 20. September 2013

Dieser Tag begann für uns mit einer Präsentation in den Deutschklassen der Drammen videregående skole und endete, zumindest für ein paar von uns, in eine richtiges norwegisches Abenteuer.

Aber beginnen wir um 8:15: Wir trafen uns also in der Cafeteria und fanden uns in 2er- Gruppen zusammen, jede dieser Gruppen sollte einen Vortrag auf Deutsch in einer Deutschklasse (norwegisch: tysk klasse), natürlich über Deutschland,  halten.

Wir stellten uns also vor, erzählten ihnen etwas über unser Heimatland und nutzen dazu auch eine Powerpoint-Präsentation. Was uns belustigte war, dass es wie zu Hause am Ende eines Vortrages keinen freiwilligen Schüler gibt, der etwas dazu sagen möchte, und so übernahm das wie auch bei uns die Lehrerin. Im Anschluss daran lösten wir in kleinen Gruppen, jeweils ein deutscher und zwei norwegische Schüler, Aufgaben aus deren Arbeitsheft zur Landeskunde.

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Nach der ersten Stunde fuhren wir dann mit dem Bus durch Buskerud, die Provinz in der sich Drammen befindet. Unsere erste Station war der Geburtsort des wohl erfolgreichsten Biathleten: Ole Eiker Björnedalen. Er ist erst 40 doch aufgrund seines enormen Erfolgs wurde ihm schon jetzt ein Denkmal errichtet. Danach ging die Reise weiter zum Wasserfall Modum, in dessen Nähe auch das Blaafarveværket(Blaufarbewerk) und die Koboltgruvene(Kobolthøhle) liegen. Dort sprühte das Wasser vom Fluss wie Regen und der feine Geruch von Waffeln wehte durch die Gegend.

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Um das dort Angefutterte wieder abzutrainieren, erklommen wir später die größte Skisprungschanze der Welt, das Vikersund Hoppesenter. Sie ist ca. 530m lang und hat einen Höhenunterschied von 135m, weshalb wir beim Erreichen der Spitze, nach all den Treppen, entsprechend aus der Puste waren. Doch der Ausblick von dort oben war sensationell und der Wind wehte uns erfrischend um die Nase. Nach dem „Abstieg“ saßen wir alle bei einem Eis zusammen und Arne Hovde, der Sohn eines berühmten Ski-Herstellers, gab uns einen kleinen Einblick in die Geschichte des Skispringens.

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Auf dem Weg zurück genossen wir die wundervolle Landschaft um den Tyrifjorden, die uns mit ihren rot gefärbten Wäldern neben dem stillen, dunklen Wasser oftmals an Kanada erinnerte.

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Obwohl der September als Brunstzeit für Elche gilt, konnten wir leider keinen erblicken.

Unsere Stimmung wurde allein durch den Halt vor der Insel Utøya getrübt, auf der Breivik 2012 das schwere Attentat verübte.  Zum Andenken an die vielen Opfer wurde auf der gegenüberliegenden Uferseite Blumen, Kuscheltiere und andere persönliche Dinge niedergelegt…

Erschöpft fuhren wir die letzten Kilometer zurück zur Schule und schließlich mit den Bussen in unsere „Heimatdörfer“. Doch für Einige von uns war das Abenteuer noch nicht zu Ende, sondern fing erst richtig an. Durch unsere Gastschüler lernten wir (Vanni, Resi und Mia) die magische, geheimnisvolle Seite der norwegischen Natur kennen, indem wir bei Abendrot eine Wanderung tief in den Wald starteten, die insgesamt fast 3 Stunden dauerte. Irgendwann, als schon die ersten Sterne am Himmel leuchteten, erreichten wir eine, im Dickicht verborgene, Lichtung mit Feuerplatz, von der aus man die Öffnung einer riesigen Höhle erkennen konnte. Zu unserer Linken plätscherte ein silberner Wasserfall und die ganze Situation erschien uns plötzlich so unwirklich. Das Innere der Höhle bot einen grandiosen Anblick, denn der Fluss hatte große unterirdische Gänge gegraben, in denen man herum klettern konnte, auch wenn uns dabei etwas mulmig zumute war.

Als „Belohnung“ für unsere Tapferkeit gab es norwegische Schokoladenriegel, die man wie ein Glücksbringer stets bei Wanderungen dabei haben muss, wie uns erklärt wurde.

Der strahlende, runde Mond begleitete uns später sicher nach Hause und versüßte unsere Träume. 

Theresia und Mia

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 15. Oktober 2013 um 08:33 Uhr